Bei den Terwock nannte man die Piken auch nicht Piken sondern Lanzen. Und diese hatten einen hölzernen Schaft mit einer Länge von 6 bis 7 ½ Yards. Die Spitze bestand aus verschiedenen Materialien. Am einfachsten war ein angespitztes Ende, gegebenenfalls feuergehärtet. Die Spitzen bestanden außerdem aus Knochen, Stein, Bronze oder Eisen. Der obere Teil des Holzschaftes konnte durch metallene Bänder verstärkt werden, um ein Abbrechen der Spitze aus dem Holz zu verhindern.

Es folgten 5 Tage, in denen es immer wieder kleinere Scharmützel gab, aber immer nur dann, wenn die Terwock diese anstrengten. Ansonsten war die Belagerung zu eben einer solchen geworden. Wobei es zu der abstrusen Situation kam, dass die Verteidigungsanlagen von Kurz, die Wallanlagen und Wehrtore, teils in Händen der Angreifer, teils in Händen der Verteidiger waren. Die gesamte erste Strasse hinter den Anlagen war zu einer Kampfzone geworden, in der heute ein Haus jenseits der Mauern, also stadteinwärts von Terwock gestürmt und erobert wurde, nur um morgen von den Stadtsoldaten wieder entsetzt zu werden.

Die Terwock legten vor der sogenannten Salzspeicher-Bastei einen weiteren Tunnel an, der bis in den ersten Graben der Obs führte. Gegen Abend drangen die ersten Terwock in diesen Graben ein. Graf Zo kam mit den besten einhundert Männern der Ob und sie vertrieben die Eindringlinge wieder. Es gab viele Tote auf beiden Seiten. Alle Säcke, die sich die Terwock-Pioniere zum Schanzen mitgebracht hatten, wurden von den Obs in die Stadt gebracht und dort für proviso-risch aufgetürmte Sandsackverteidigungsanlagen des Rathauses am Marktplatz verwendet. Das Schanzen bestand hier aus einigen wenigen kleineren Erdarbeiten, vor allem wurden Kampfgräben und Wälle angelegt.

Doch schon am nächsten Tag drangen die Terwock über die anderen Tunnel wieder in den ersten Graben vor den Häusern ein, setzten sich fest und begannen sich von der Seite her in Richtung des roten Doppel-Turm-Tores vorzuarbeiten. Es wurde eine erste Unterminierung des großen Stadttores vorgenommen, wobei der Tunnel einstürzte und 50 Terwock unter sich begrub. 2 Tage später erreichte bei einem Sturmangriff erstmals von außen ein Zug der Terwock die Stadtmauer am Doppel-Turm-Tor und überwältigte dieses, wodurch sie den Weg für neue Tunnel unter dem Stadtgraben und durch die Wallanlagen öffneten und sich endgültig festsetzen konnten.