Kurz wurde von der Stadtgarnison, der auf 1100 Mann ge-schrumpften Miliz und einigen Freiwilligen Söldnern der Essdin verteidigt. Insgesamt konnte der Oberbürgermeister, ein Ob aus altem Kaufmannsgeschlecht, zur Verteidigung der Stadt etwa 2000 Fußsoldaten aufbieten. Die Stadttruppen waren mit Ob-gerechten Klein-Piken bewaffnet. Die militärische Überlegenheit der Belagerer, weit mehr als die zahlenmäßige, war jedoch erheblich. Zudem war der Schutzwert der alten Wallanlagen von Kurz eher mangelhaft. Einen wesentlichen Anteil an der Verteidigung der Stadt hatte der Präsident der Handelskammer, der Ob-Graf Zo, dem eine Kompanie aus Mitgliedern aller Gilden unterstand. Er befehligte bei der Verteidigung den Mauerbereich vom roten Doppel-Turm-Tor bis zur Stadtgrabenbrücke. Oberbürgermeister Bunz, Graf Zo und der Handels-Hofmeister Luz ließen die Stadtmauern mit Erdbefestigungen verstärken und alle Tore bis auf eines verrammeln.

Die Kirchenglocken wurden stillgelegt.

Die 35 Boote der Ob-Flottille wurden verbrannt, da ihre Besatzung geflohen war und sie nicht den Terwock in die Hand fallen sollten.

Am ersten Tag der Belagerung, als die Obs der Terwock-Armee ansichtig wurden, sollten sofort sämtliche Gebäude außerhalb der Stadtmauern abgerissen werden, um den Angreifern die Möglichkeiten zur Deckung zu nehmen. Dies geschah jedoch viel zu spät und zu unvollständig, sodass die Terwock genügend Unter-schlupfe vorfanden.

Schon am zweiten Tag der Belagerung schickte OBI Ezzfrack eine Delegation mit zwei gefangenen Ob und zwei Terwock-Offizieren in die Stadt, welche den Kurzianern die Kapitulation nahelegte und ihnen für diesen Fall die Verschonung von Miliz, Söldnern, Handelskammer-Kompanie und der Bevölkerung garantierte. Bei einer Weigerung zu kapitulieren, würden die Terwock die Stadt erstürmen, war die Botschaft. Obwohl die Terwock damit natürlich nur blufften, da ja eine gewaltsame verlustreiche Erstürmung ausdrücklich nicht gewünscht war, um die Substanz der Handelsmetropole zu erhalten. Die Eingeschlossenen Ob schickten die Unterhändler, ohne auf Ezzfrack ´s Forderungen einzugehen, in das Feldlager zurück. Die Terwock hatten es nicht anders erwartet. Für das Erste…