„Muss was Großes sein...“

„Worauf du wetten kannst! Aber das ist noch nicht alles“.

„Was noch ?“

„Dieser Job – nun – ich sage, wir werden es bringen...aber selbst wenn nicht...es ist, wofür Leute wie wir geschaffen wurden“.

„Werden wir andere Länder sehen?“

„Und ob ! Das meiste von Kernwelt würde ich sagen“.

„Spesen?“

„Alles für gesorgt! Wir haben da oben in Sorto ein paar Jobs abgezogen und ‘ne gute Stange Kies eingefahren“.

„Kollaps ist weit weg – es wird Monate dauern, nur um dahin zu reisen“, bemerkte Rudi.

„Nicht nötig. Ischkot ist uns näher als das“.

„Was – ist der Mala etwa hier im Faulwald?!“

„Nun – nicht ganz so nahe, um ehrlich zu sein. Aber er kommt vielleicht nach Kurz, solltest du wissen“.

„Erwartet er mich dort?“

„Naja – im Moment ist er dabei, die Glodin zu suchen. Du müsstest erst einmal mit mir vorlieb nehmen, kannst aber natürlich auch nein sagen...“.

„Kann ich das?“

„Klar. Aber warum kommst Du nicht erst mal mit? Kurz wird dich schon nicht umbringen...und überhaupt...einige U-Biere zu schlürfen und ein paar Nachtclubs heimzusuchen würde dir gut tun – würde uns beiden gut tun“, endete sie.

Als ihre Blicke sich trafen, war es sofort unmissverständlich klar für beide, dass sie zur selben Liga zählten. Selbe Klasse. Es war klar, dass sie Kumpels sein würden. Bett-Kumpels sogar, ziemlich sicher. Überhaupt – jünger wurde man nicht mehr, lebte nur einmal und an einem verantwortungsvoll gehandhabten Flirt war nichts auszusetzen. Sie würden nicht mit großartigen blumigen Reden daherkommen müssen. Sie brauchten nur die Würde des Anderen anzuerkennen. Ihr gegenseitiges Recht, ernst genommen zu werden.