Der imaginäre Punkt schien seiner ganzen Aufmerksamkeit zu bedürfen.

„Warum sagst Du nichts?“

Jetzt sah er sie mit stechendem Blick an und erwiderte:

„Ich bin Rudi – das haben wir klar – du hast mich gesucht – auch klar. Also – entweder Du erzählst mir, warum Du hier bist, oder du lässt es bleiben. Ich sage – lass’ die Floskeln und leg’ los! Sonst geh’ ich angeln...“.

Irgendwie schien diese freche Rede sie zu beruhigen. Es war ihr gesagt wurden, aus welchem Holz der Pelzer-Junggeselle geschnitten war, und hier hatte sie erste Beweise dazu.

Sie begann:

„Ischkot, der Mala aus der Stadt Kollaps, hat mich geschickt. Wir brauchen dich, d.h. einen ‘Spezialisten’ für einen Job, den unsere Gruppe zu erledigen hat“.

„Was für ‘n Job ?“

„Ischkot lässt ausrichten, dass du mir und unserer Geschichte zuhören sollst und dich dann hoffentlich entscheidest, mit zu kommen. Wenn du zustimmst und mitmachst, legen wir sofort los, volles Rohr.“

„Was für ‘n Job ?“

„Wir werden alle stinkend reich sein, noch bevor das Jahr zu Ende geht. Mehr noch, als wir es eh schon sind“.

„Was für ‘n Job ?“

„Ischkot – wir – brauchen einen Spezialisten. Einen Pelzer wie du einer bist. Spezialisten lassen einen nie sitzen, sagt er. Er weiß, dass die Pelzer so ‘ne Art permanent-vorgezogenen Ruhestand pflegen… Aber er braucht dich“.

„Tut er das wirklich?“

„Ganz schwer!“

„Werden wir töten müssen?“

„Nur das Übliche, weißt Du. Böse, Schurken, Schergen, und all die, die uns in die Quere geraten – sonst niemanden“.

„Wie viele Teilhaber?“

„Sieben oder acht vielleicht. Neun mit dem Mala.“

„Was?! Der macht selbst mit?“

„Sicher!“