Tandin der Gebeugte, beugte sich zum Erdboden und malte, besser gesagt ritzte, ihnen zur Veranschaulichung ihr Zeichen mit einem Stock auf die Erde.

Alle nickten und freuten sich und waren in Gedanken bei ihrer Vorstellung dessen, was er versucht hatte, zu beschreiben und er war ja noch nicht fertig:

 

„Von den vier Ecken des untersten Daches werden großbauchige rote Lampions mit gelben Fransen hängen. Geht man nun durch dieses erste Ziertor hindurch, dann steht man drei Stufen oberhalb des Fußbodens vom ersten Innenhof und schaut auf die aus Stein gehauene Umzäunung des Teiches, der blaugrün schimmernd voller Seerosen daliegen wird. Rechts und links soll die Umzäunung auf jeweils sieben Fuß Länge durchbrochen sein und Stufen in den Teich hinein führen. An den beiden Außenseiten des Innenhofes werden einstöckige, niedrige, langgezogene schindelgedeckte Gebäude die Geschichte der Mala erzählen. Unter säulenbestandenen Wandelgängen mittels in Stein gehauener Reliefs. Das rechte Reliefband wird das große Opfer am Ende des Anfangsjahrtausends abbilden und in der Gestalt des einen – letzten – Malas enden. Also bei Ischkot. Das linke Reliefband wird dort ansetzen und seine Entwicklung im Tal der Glodin-Männer wiedererzählen, um dann etwa am Ende des ersten Viertels auf die Baumgeburt der neuen Mala-Frau überzugehen. Den Rest des Intarsienbandes werden wir leer lassen. Frei für die Zukunft. Um damit deutlich aufzuzeigen, dass wir an eine Zukunft glauben. Dass es immer eine gibt und geben wird. Dass der erste Innenhof den Mala gewidmet sein wird, soll dort auch eine Skulptur in der Mitte des Teiches anzeigen. Ein schlichtes, einfaches, quadratisch-gleichschenkliges Kreuz. Das Zeichen der Mala. Um den Teich herum wird der ziegelgepflasterte Weg führen, mit einem breiten Grasstreifen zwischen dem Pfad und dem Steingeländer des Teiches. Das zweite Tor zum zweiten Innenhof wird doppelt so breit wie hoch ausgestaltet werden. Mit mehreren Säulengängen in der Tiefe, also der Durchgangsrichtung. Die Außenmauern in weiß getüncht, die Säulen rot. Das Dach wiederum aus Schindeln als einfache Sattelkonstruktion, rechts und links von den in Giebelform hochgezogenen weißen Mauern etwas überragt. Auf dem Sattel ein aus Stein geschnitzter Redwood Wald. Damit wird

angedeutet werden, dass man den Hof der Badoh betritt. Nicht irgendwelcher Badoh, sondern den der Baumkräftigen und Baumkräftiginnen.